Rosi’s Kadett AERO 1,9 GT/E

Opel-Werkstuning für eine prominente Sportlerin

Rosi Mittermaier

Bericht in der Zeitschrift „OPEL POST“
Werkzeitschrift für die Mitarbeiter der Adam Opel Aktiengesellschaft
Ausgabe 11/12-1977

Der Kadett Aero von Rosi Mittermaier

Das Marketing von Opel stellte in den 70er Jahren prominenten Sportlern einige Fahrzeuge werbewirksam zur Verfügung. Ein ganz besonderes Fahrzeug – einen werkseitig stark veränderten Kadett Aero – erhielt die Skirennläuferin Rosi Mittermaier nach dem Gewinn von Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen und bei der Weltmeisterschaft 1976 in Innsbruck.

Das Fahrzeug stammte aus dem Besitz der Adam Opel AG und wurde 1976 erstmals von Opel als Werksfahrzeug zugelassen. Der Aero hatte ursprünglich einen 1,2 S Motor mit Automatikgetriebe und Blinker unten.

Die durchgeführten Modifikationen sind dem nebenstehenden Bericht des Opel Werkmagazins „Opel Post“ zu entnehmen. Die erwähnte Kotflügelverbreiterung entsprach wohl den Bitter-Breitbauten. Die Perlmutt-Lackierung war vermutlich die erste Originallackierung eines Opel Fahrzeuges mit einem solchen Lackeffekt.

Der werkseitige (!) Einbau des 1,9 E CIH-Motors ist wichtig für die H-Zulassung von Aeros mit Umbau auf einen großen CIH-Motor.

Leider war Rosi’s Aero das Glück nicht gewogen. Nach einem Totalschaden wurde das Fahrzeug neu aufgebaut und ein 2,0 Liter Motor eingebaut. Der neue Lack war dunkelblau und die Innenausstattung roter Samt. Nach einem weiteren Unfall wurde der Aero rot umlackiert. In diesem Zustand existiert das Fahrzeug heute als „normaler“ Aero.

Rosi’s Aero im heutigen Zustand

Rosi Mittermaier, die prominenteste Aerofahrerin, verstarb im Januar 2023.